Wiebke Wiede

Wiebke Wiede ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier für Neuere und Neueste Geschichte. Seit 2013 ist sie assoziiertes Mitglied der Forschungsgruppe "Nach dem Boom. Forschungen zur Entwicklung westeuropäischer Industriegesellschaften im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts." der Universität Trier bzw. Tübingen. Nach der Promotion wirkte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 600 "Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart" an der Universität Trier (2008-2012). Zudem war sie von 2009-2010 Post-Doc-Fellow am Deutschen Historischen Institut London.

Schwerpunkt innerhalb des Netzwerks: Prüfung und Eignung

Das Projekt beschäftigt sich mit beruflichen Eignungstests von Arbeitslosen in zwei westeuropäischen Ländern (Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland) 1964–90. Die Administrierung von Arbeitslosigkeit, die Organisation und Funktion von Arbeitsberatung und Arbeitsvermittlung, wird unter der Perspektive der in den Verwaltungsvorgängen abgebildeten Subjektanforderungskataloge an Arbeitslose betrachtet. Berufliche Eignungstests, die innerhalb der Arbeitsverwaltungen von Berufsberatern und Psychologen vorgenommen wurden, geraten zum einen als Steuerungs- und Selektionsinstrument innerhalb von Berufsberatungsvorgängen in den Blick. Zum anderen wird problematisiert werden, welche Ordnungsentwürfe von Subjektivität, im Sinne eines Fremd- und Selbstverständnisses der zu beratenden Arbeitslosen, berufliche Eignungsprüfungen in Arbeitsverwaltungen bereitstellten.

Relevante Publikationen

  • Rasse im Buch. Antisemitische und rassistische Publikationen in Verlagsprogrammen der Weimarer Republik (= Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit, Bd. 34). München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2011.
  • Antisemitismus zum Nachschlagen. Definition und Indifferenzen in deutschsprachigen Lexika des Kaiserreichs und der Weimarer Republik. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung (2013), S. 288-318.
  • Prekäre Beruflichkeiten. Die Subjektivierung von Arbeitslosen in Berufsbildung und -beratung in Deutschland und Großbritannien (1964–1990). In: ÖZG 24 (1) S. 109–130.
  • The Poor Unemployed: Diagnoses of Unemployment in Britain and West Germany since the 1970s. In: Beate Althammer; Lutz Raphael; Tamara Stazic-Wendt (Hg.): Rescuing the Vulner-able: Poverty, Welfare and Social Ties in Nineteenth- and Twentieth-Century Europe. London/New York: OUP 2013.
  • Subjekt/Theorien des Subjekts/Subjektivierung. In: Docupedia-Zeitgeschichte 2013.

Mail to: wiede@uni-trier.de

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